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Warndienst Nr. 8

Datum: 09.08.2019

Raps:

Mit Thiram gebeiztes Saatgut (TMTD) darf nur noch dieses Jahr ausgesät werden. Restmengen müssen entsorgt werden! Daher nur soviel Raps einkaufen, wie sicher 2019 ausgesät werden kann. Kaufen Sie den letzten Sack mit einer alternativen Beize, die nächstes Jahr noch zugelassen ist, z.B. Wurzel Plus (Natur) oder Scenic Gold oder Integral Pro.

Raps-Herbizide:

Eingesetzt werden können:

2,5 l/ha Butisan Gold oder

2,5 l/ha Butisan Kombi

Der Einsatz ist nach der Saat bis max. 3 Tage danach, ansonsten können Kreuzblütler nur noch schwer erfasst werden. Erforderlich ist ein feinkrümmeliges Saatbeet und Bodenfeuchte.



Eine neue, metazachlorfreie Variante ist Belkar. Dieses kann als Einmalanwendung mit 0,5 l/ha Belkar + 0,25 l/ha Synero 30 SL ab Stadium 16 des Rapses (nicht früher!) eingesetzt werden. Ein Splitting ist mit  0,25 l/ha Belkar + 0,25 l/ha Synero 30 SL in Stadium 12  und dann mit 0,25 l/ha Belkar in Stadium 16 möglich. Zwischen beiden Anwendungen müssen jedoch mindestens 2 Wochen Abstand sein.



Bei einer Anwendung eines Clomazonehaltigen Mittels sind die gesonderten Auflagen zu beachten!



Raps-Schneckenkorn:

Vor der Ausbringung sollten Sie mit Hilfe eines Brettes oder eine Folie feststellen, ob ein Schneckenbefall vorhanden ist.

Angewendet werden können z.B. 6 kg/ha Arinex oder 3 kg/ha Delicia Schnecken-Linsen etc. Beachten Sie, dass mittlerweile bei einigen Mitteln beim Streuen mit dem Schneckenkornstreuer ein Abstand von 5m zu Wegrändern, Hecken und Biotopen eingehalten werden muss. Ein randscharfes Streuen in diesem 5m-Bereich ist nur von Hand erlaubt!



Düngung:

Im Herbst dürfen nur zu Wintergerste, Winterraps, Zwischenfrüchten und Feldfutter stickstoffhaltige Dünger ausgebracht werden.

Hierbei ist zu beachten:

Aussaat Winterraps und Feldfutter bist spätesten 15. September

Aussaat Wintergerste nach Getreide bis spätestens 15. September

Etablierung eines Zwischenfruchtbestandes (Mindeststandzeit 6 Wochen), Aussaat der Zwischenfrüchte bis spätestens 15. September.



Die Sperrfrist auf Ackerland tritt am 01. Oktober in Kraft



Zwischenfrüchte-Herbizide

Nach der Hauptfrucht darf kein Herbizd (z.B. zur Winden- oder Queckenbekämpfung) erfolgen, wenn die Zwischenfrucht als Greeningvariante oder FAKT-Maßnahme durchgeführt wird.



Herbizidmaßnahmen nach der Getreideernte

Nach der Getreideernte besteht bei stärkerem Queckenbesatz die Möglichkeit einer nachhaltigen Bekämpfung mit diversen glyphosathaltigen Produkten, z.B. Glyfos, Kyleo, Round-up Powerflex, Roundup Rekord u.a.). Die erforderlichen Aufwandmengen schwanken je nach Wirkstoffgehalt des Produkts zwischen 1,5 und 4,0 l/ oder kg je ha. Die Präparate sind in relativ kurzer Zeit regenfest. Bei einer Stoppelbehandlung sind mindestens 3 - 4 neu gebildete Blätter zur Wirkstoffaufnahme erforderlich; vorhandenes Ausfallgetreide wird ebenfalls miterfasst.

Zur Bekämpfung der Zaunwinde auf der Getreidestoppel sind die Präparate Pyrat XL bwz. Starane XL mit einer Aufwandmenge von 1,8 l/ha zugelassen. Zum Zeitpunt der Behandlung sollten die Winden eine Trieblänge von mind. 30 cm, besser 40 cm aufweisen. Gegen Winden, Schachtelhalm und andere schwer bekämpfbare Unkräuter kann Kyleo (Wirkstoffkombination aus 2,4 D und Glyphosat eingesetzt werden.

Beachten: Feldränder, Feldwege und Böschungen dürfen durch diese Spritzung nicht beeinträchtigt werden. Es gilt die Gebrauchsanleitung der Mittel einzuhalten.

Alle glyhosathaltigen Produkte sind mit folgender Auflage versehen:

NG 352: Bei der Anwendung des Mittels ist ein Abstand von 40 Tagen zwischen den Spritzungen einzuhalten, wenn der Gesamtaufwand von zwei aufeinanderfolgenden Spritzanwendungen mit diesem und anderen glyphosat-haltigen Pflanzenschutzmitteln die Summe von 2,9 kg/ha überschreitet

Hinweis: alle glyphsathaltigen Pflanzenschutzmittel sind momentan nur bis zum 15. Dezember 2019 zugelassen, daher nur soviel einkaufen, wie sicher diesen Herbst verwendet werden kann.



Feldhygiene:

Ackerrandstreifen werden mangels Zeit teilweise etwas vernachlässigt. Das Mähen oder Mulchen vor der Samenreife der verschiedenen Unkräuter und Ungräser amf Feldrand ist dringend notwendig. Gerade Trespen sind oft zu sehen. Nicht gepflegte Feldränder bieten auch Schutz für Schädlinge (Blattläuse). Daher sollte die Pflege des Banketts nicht unterschätzt werden. Die mechanische Bekämpfung durch Abmulchen ist eine wichtige vorbeugende Maßnahme gegen Unkräuter und Schädlinge!



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