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Warndienst Nr. 9

Datum: 27.09.2019

Raps- Herbizide

Beim Einsatz des neuen Rapsherbizides Belkar mit 0,25 l/ha Belkar im 2-Blattstadium kann nach Erreichen des 6-Blattstadiums die zweite Splittinganwendung mit 0,25 l/ha Belkar erfolgen. Zwischen beiden Behandlungen müssen mindestens zwei Wochen vergangen sein! Ein Einsatz darf erst nach dem Erreichen des 6-Blattstadiums erfolgen.

Bei genügend aufgelaufenem Ausfallgetreide und/oder Fuchsschwanz sollte nun bei der nächsten trockenen Phase eine Gräserbekämpfung durchgeführt werden. 1,0 l/ha Fusilade Max sollte aus Resistenzgründen nur auf Flächen eingesetzt werden, die in der Vergangenheit nur wenig Ackerfuchsschwanzbefall aufgewiesen haben.

Momentan gibt es in den Resistenzuntersuchungen noch keine Resistenzen gegen das Mittel Select. Daher ist dieses mit 0,5 l/ha Select 240 EC + 1,0 l/ha Radiamix zu empfehlen. Der Einsatz sollte jedoch bis spätestens Mitte Oktober abgeschlossen sein, bei der Anwendung sollten die Nachttemperaturen aus Verträglichkeitsgründen nicht unter 10 C° liegen.

Möglich ist auch noch der Einsatz von 1,5 l/ha Focus Ultra + 1,5 l/ha Dash. Soll die Quecke mit behandelt werden, die Aufwandmenge auf 2,0 l/ha Focus Ultra + 2,0 l/ha Dash E. C. erhöhen.



Ackerfuchsschwanzproblemstandorte sollten mit 1,9 l/ha Kerb Flo behandelt werden. Für einen Einsatz ist es jetzt noch zu früh, bei Bodentemperaturen über 7 C° verflüchtigt der Wirkstoff ohne einen Bekämpfungserfolg zu haben. Planen Sie daher eine Behandlung für November / Anfang Dezember, je nach Witterung ein.



Raps benötigt ca. 300 g/ha reines Bor. Dieses hilft zusätzlich die Pflanze frosthärter zu machen. Daher sollte zusätzlich zu einer Überfahrt im Herbst noch Bor gegeben werden.



Wintergerste - Herbizide

In der Wintergerste sollte aus Resistenzgründen eine Herbstbehandlung durchgeführt werden. Für die Frühjahrsbehandlung steht nur noch Axial 50 zur Verfügung, dieses ist jedoch resistenzgefährdet. Zudem ist eine Bekämpfung im Herbst gegen kleine Ackerfuchsschwanzpflanzen bei ausreichender Feuchtigkeit und einem feinkrümmeligen Saatbeet erfolgsversprechender.

Generell sollte die Wintergerste nicht zu früh gesät werden. Bei Frühsaaten ist der Ackerfuchsschwanzdruck höher und die Pflanzen sind länger virusübertragenden Insekten ausgesetzt, die das Gelbverzwergungsvirus übertragen.

Gute Wirkungen gegen den Ackerfuchsschwanz zeigte in der Vergangenheit die Mischung 0,75 l/ha Baccara Forte + 0,3 l/ha Cadou SC. Baccara Forte beinhaltet den Wirkstoff Flurtamone. Dieser hat keine Wiederzulassung erhalten. Die Aufbrauchfrist läuft im März 2020 ab. Daher kann diese Mischung letztmalig im Herbst 2019 eingesetzt werden. Restbestände, die in diesem Herbst nicht aufgebraucht werden können, müssen danach entsorgt werden.

Alternativ möglich sind:

2,5 l/ha Boxer + 0,5 l/ha Cadou SC oder

0,6 l/ha Herold SC oder

4,0 l/ha Malibu

Der Einsatz der Herbstherbizide sollte sobald wie möglich erfolgen. Grund hierfür ist, dass nur kleine Fuchsschwanzpflanzen gut erfasst werden können. Daher eine Behandlung nach dem Erkennen der Fahrgassen durchführen.



Düngung

Im Herbst dürfen nur zu Wintergerste, Winterraps, Zwischenfrüchten und Feldfutter stickstoffhaltige Dünger aufgebracht werden.

Hierbei ist zu beachten:

Aussaat Winterraps und Feldfutter bis spätestens 15. September

Aussat Wintergerste nach Getreide bis spätestens 01. Oktober

Etablierung eines Zwischenfruchtbestandes (Mindeststandzeit 6 Wochen), Aussaat bis spätestens 15. September, maximal 60% Leguminosenanteil bezogen auf den Samenanteil der Leguminosen)



Gedüngt dürfen maximal 30 kg/ha Ammonium-N und maximal 60 kg/ha Gesamt-N.



Die Sperrfrist auf Ackerland tritt am 01. Oktober in Kraft.

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