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Warndienst Nr. 02- 2025

Winterraps

In unseren Gelbschalen waren die Rüsslerfänge bislang noch unter der Schadschwelle. Diese liegt bei mehr als 5 Großen Rapsstängelrüsslern je Gelbschale in drei Tagen sowie bei mehr als 15 Gefleckten Kohltriebrüsslern je Gelbschale in drei Tagen.

 

Schauen Sie in Ihre Gelbschalen, ob die Schadschwellen bei Ihnen nun überschritten werden.

 

Wenn dies der Fall sein sollte, können Sie Pyrethroid Typ II- Insektizide einsetzen. Mittel finden Sie im Heft „Integrierter Pflanzenschutz“ auf Seite 86.

 

Achtung: Bei Lambda WG / Lambdex forte ist die Zulassung ausgelaufen. Diese Mittel dürfen nicht mehr eingesetzt werden. Eventuell vorhandene Restbestände müssen fachgerecht entsorgt werden.

 

In den ersten Gelbschalen wurden bereits Rapsglanzkäfer gefunden. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, dann verwenden Sie Insektizide des Typ I. Dies sind Mavrik Vita, Evure und Trebon 30 EC. Beachten Sie, dass Trebon 30 EC eine B2-Einstufung besitzt.

B2 bedeutet, dass eine Anwendung erst nach dem Ende des täglichen Bienenfluges bis 23.00 Uhr möglich ist.

In den Knospen wurden in den von uns betreuten Beständen noch keine Rapsglanzkäfer gefunden. Kontrollieren Sie Ihre Bestände. Die Schadschwelle bei den Rapsglanzkäfern liegt bei 10 Käfer je Haupttrieb. Sollte die Schadschwelle bei den Rapsglanzkäfern überschritten sein, dann Mospilan SG oder Danjiri einsetzten.

Beachten Sie bitte, dass eine Tankmischung aus einem B4-Insektizid mit einem Azolfungizid zu B2 oder sogar B1 werden kann. Diese Tankmischungen sind dann bienengefährlich!      B2-Mischungen dürfen nur nach dem Ende des täglichen Bienenfluges ausgebracht werden (bis 23.00 Uhr), bei B1-Mitteln oder B1-Mischungen dürfen keine blühenden Pflanzen zum Zeitpunkt der Ausbringung auf der zu behandelnden Fläche vorhanden sein. Dies gilt auch für Unkräuter!

Wenn Sie Flächen in IPS-Plus-Gebieten bewirtschaften, sind Sie verpflichtet, den Insektizideinsatz zu dokumentieren. Machen Sie daher Fotos der Gelbschalenfänge bzw. des Rapsglanzkäferbefalls an den Pflanzen und tragen die Anzahl der Rüssler bzw. der Rapsglanzkäfer in der Dokumentationsvorlage ein.

 

 

Bor ist ein wichtiger Nährstoff für das Längenwachstum der Pflanzen und die Zellwandstabilität. Wurde im Herbst kein Bor gegeben, kann über das Blatt zusammen mit dem Insektizid 200 g/ha gegeben werden.
Die Boraufnahme nach dem Winter wird beeinflusst durch
- Auswaschung und/durch hohe Niederschlagsmengen im Winter
- auf leichten Böden
- bei niederem pH-Wert.
Bei optimalem pH-Wert und guter Bodenfeuchtigkeit kann ausreichend Bor aus dem Bodenvorrat aufgenommen werden.

 

Winterweizen

Durch die weitgehend sehr späten Saattermine im letzten Herbst ist insgesamt der Fuchsschwanzdruck geringer. Auch haben viele Herbstbehandlungen letztes Jahr gut funktioniert. Dennoch sollten Sie Ihre Bestände kontrollieren, ob eine Nachbehandlung erforderlich ist. Zudem wurden nicht alle Flächen im Herbst behandelt.

Wenn Ackerfuchsschwanz auftritt, sollte dieser nun behandelt werden, denn nur kleine Pflanzen können gut bekämpft werden:

 

- 200 g/ha Atlantis Flex + 0,6 l/ha Biopower bei normalem Fuchsschwanzbesatz oder

- 330 g/ha Atlantis Flex + 1,0 l/ha Biopower bei starkem Fuchsschwanzbesatz oder

- 300 g/ha Incelo + 100 ml/ha Husar OD + 1,0 l/ha Biopower oder

- 100 g/ha Attribut oder

- 220 g/ha Broadway + 1,0 l/ha Netzmittel oder

- 60 g/ha Broadway Plus + 1,0 l/ha Netzmittel

 

Eine Behandlung vor einer eventuellen Güllegabe durchführen.

Wenn Nachfröste angekündigt sind keine Anwendungen durchführen.

 

Wichtig ist eine Luftfeuchtigkeit von mind. 60% bei der Anwendung der Gräsermittel.

 

Schauen Sie daher vor der Anwendung auf ein Hydrometer und behandeln die Bestände nach Abtrocknen am Morgen oder in den Abendstunden vor der Taubildung.

 

 

Dinkel

Möglich gegen Fuchsschwanz, bei Bedarf sind:

 

- 200 g/ha Atlantis Flex + 0,6 l/ha Biopower (beachten Sie die Sorteneinstufungen der Züchter zum Atlantiseinsatz) oder

- 60 g/ha Attribut oder

- 220 g/ha Broadway + 1,0 l/ha Netzmittel oder

- 60 g/ha Broadway Plus + 1,0 l/ha Netzmittel

 

Sommergerste

Die meisten Bestände sind nun gesät.

Wenn mit einem massiven Ackerfuchsschwanzdruck auf den Sommergerstenschlägen zur rechnen ist, kann im Vorauflauf nun auf feuchtem Boden 5,0 l/ha Boxer vorgelegt werden. Schäden an der Kulturpflanze sind möglich.

Diese Maßnahme alleine ist jedoch kaum ausreichend gegen den Fuchsschwanz. Daher ist eine spätere Behandlung von 1,2 l Axial 50 nach Auflaufen des Fuchsschwanzes einzuplanen. Boxer kann lediglich den Wirkungsgrad der Ackerfuchsschwanzbekämpfung erhöhen. 

 

 

 

Körnererbsen

Beim Anbau von Körnererbsen sollte eine Herbizidmaßnahme direkt nach der Saat und dem Walzen erfolgen. Um Herbizidschäden vorzubeugen, sollte die Mindestsaattiefe von 5 cm unbedingt eingehalten werden. Zudem sollte die Pflanzenschutzmaßnahme innerhalb von 5 Tagen nach der Saat erfolgen.

 

Möglich sind:

- 3,0 l/ha Boxer + 2,5 l/ha Stomp Aqua oder 

 

- 4,0 l/ha Spectrum Plus oder

 

- 4,0 l/ha Bandur

 

 

 Felderbegehung

Am Donnerstag, den 27. März findet um 18.00 Uhr eine Felderbegehung auf dem Zentralen Versuchsfeld in St. Johann statt. Angesprochen werden anstehende Pflanzenschutz- und Düngemaßnahmen.